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Selbstständigkeit – Worauf es ankommt

915.000 – so viele Menschen wagten laut dem KfW-Gründungsmonitor im Jahr 2014 den Schritt in die Selbstständigkeit. Zu unterscheiden ist bei den Gründungen zwischen gewerblichen Gründungen und freiberuflichen Gründungen.

Wie ein Start in die Selbstständigkeit aussehen kann, zeigen die beiden Jungunternehmer Thomas Appoldt von The Wellbeing Concept und Julia Philipp von JuNe Online-Redaktion | Design. Thomas Appoldt gründete 2014 einen Kosmetik-Vertrieb mit Online-Shop, Julia Philipp bereits 2013 eine Ein-Frau-Agentur für Text und Mediengestaltung.

Die ersten Schritte von der Idee zum ersten Umsatz

Die Entscheidung für eine Unternehmengründung kann viele verschiedene Beweggründe haben. So kann zum Beispiel das Finden einer vielversprechenden Geschäftsidee die Initialzündung sein oder auch der Wunsch, sein eigener Herr zu sein. In jedem Fall ist die Vorgründungsphase sehr wichtig. In dieser Zeit sollten Fragen geklärt werden wie

  • Verfüge ich über die für eine Gründerperson wichtigen Eigenschaften?
  • Was ist das Alleinstellungsmerkmal meiner Geschäftsidee?
  • Wie kann die Finanzierung aussehen?

Bis zum ersten Umsatz vergehen in der Regel mehrere Monate. Unterstützung finden Gründer zum Beispiel bei einer Unternehmensberatung oder auch bei verschiedenen staatlichen Institutionen. Wichtige Anlaufstellen sind natürlich auch die Banken, sofern eine Finanzierung notwendig ist.

Auf das Konzept kommt es an

Thomas Appoldt sah in der Vertriebspartnerschaft zum amerikanischen Konzern Forever Living Products seine Chance. Das Unternehmen aus Arizona produziert und vertreibt hochwertige Kosmetik-und Nahrungsergänzungsprodukte auf Basis der Aloe Vera Barbadensis. Das Geschäftsmodell basiert auf dem Prinzip des Multi-Level-Marketings: Die Partner von Forever Living Products können alle Produkte günstig erwerben und empfehlen diese weiter.

Den Weg, ein bestehendes Geschäftskonzept weiter zu entwickeln, gehen viele Jung-Unternehmer beispielsweise in Franchising-Partnerschaften. Julia Philipp hingegen hat sich dafür entschieden einen aktuellen Trend aufzugreifen und daraus eine Geschäftsidee zu entwickeln. Im Umfeld von Content Marketing und Suchmaschinenoptimierung schreibt sie Texte in den Bereichen Unternehmenskommunikation und Infotainment.

Sein eigener Herr (oder Frau) sein – gar nicht so einfach

Die Gründerpersönlichkeit ist ein entscheidender Faktor bei der Selbstständigkeit. Eigenschaften wie eine starke, persönliche Motivation, Kommunikationsfähigkeit, Risikobereitschaft und ein Talent zum Zeitmanagement sind sehr hilfreich bei einer erfolgreichen Selbstständigkeit.

Ein weiterer Faktor, auf den sowohl Julia Philipp als auch Thomas Appoldt setzen, ist die Unterstützung durch Freunde und Familie. Es ist wichtig, dass man auch während eventueller Durststrecken Zuspruch findet. Am besten ist es natürlich, im Bekanntenkreis auch Aufträge und Kunden zu finden.

Zweigleisig fahren – die Selbstständigkeit im Nebenerwerb

Mit dem Schritt in die Selbstständigkeit fällt in der Regel ein volles Gehalt weg. Wer dieses Risiko vermeiden will, kann die Selbstständigkeit nebenberuflich beginnen. Für Angestellte gilt jedoch, dass sie die Zustimmung des Arbeitgebers einholen müssen.

Eine nebenberufliche Gründung sichert zunächst ein regelmäßiges Einkommen. Auch viele Studenten gründen bereits während des Studiums ihre eigene Firma oder arbeiten freiberuflich.

Die Werbetrommel rühren

Was vielen Gründern zu Beginn schwerfällt, ist die Werbung in eigener Sache. Jeder Gründer sollte sich die wichtigsten Marketing-Grundlagen in einem Seminar oder durch Literatur aneignen. Auch ein Coaching kann in diesem Fall sinnvoll sein.

Thomas Appoldt setzt im Bereich Marketing für seinen Online-Shop Aloe Wellbeing auf Social Media und Content Marketing. Ein wichtiges Ziel ist die Auffindbarkeit über Google. Julia Philipp hingegen setzt als Freiberuflerin vor allem auf die Website der JuNe Online-Redaktion, ihr Social Media Profil bei XING sowie auf Messebesuche und Freelancing-Börsen im Internet.

Viele Talente sind gefordert

Für kontinuierlichen Erfolg ist es wichtig, dass jeder Gründer sich stets selbstkritisch hinterfragt. So können eventuelle Lernfelder schneller entdeckt werden. Hat der Gründer einen Bereich gefunden, in dem er sich weiterbilden möchte, bieten Unternehmensberatungen, staatlichen Stellen oder Volkshochschulen ein vielfältiges Schulungsangebot.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Weg in die Selbstständigkeit ein spannendes Erlebnis ist – ob nun als Freiberufler oder Gewerbetreibender. Die sorgfältige Planung gehört ebenso dazu wie eine ordentliche Portion Mut.

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